• Document: Was ist das Unternehmen wert?
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Was ist das Unternehmen wert? Die neuen Bewertungsregeln zur Ermittlung des Betriebsvermögens Anton Pietz Betriebsberater der HWK für Oberfranken Anton Pietz, Betriebswierschaftlicher Berater, HWK für Oberfranken 1 Bewertungsrecht  Grundsätzlich können folgende Vermögensarten unterschieden werden: Betriebsvermögen Grundvermögen Land- und Übriges forstwirtschaftliches Vermögen Vermögen Anton Pietz, Betriebswierschaftlicher Berater, HWK für Oberfranken 2 Bewertung des Betriebsvermögens Erbschaftsteuerliche Bewertungsverfahren für alle nicht börsennotierten Unternehmen (unabhängig von der Rechtsform): Gemeiner Wert (= Verkehrswert) Sofern im letzten Jahr Anteile an fremde Dritte verkauft wurden, wird der Wert ausschließlich hieraus abgeleitet; wenn nicht, dann Orientierung an den Ertragsaussichten des Unternehmens Anton Pietz, Betriebswierschaftlicher Berater, HWK für Oberfranken 3 Bewertung des Betriebsvermögens Orientierung an den Ertragsaussichten des Unternehmens Vereinfachtes Ertrags- Andere Bewertungsverfahren: wertverfahren ¾IDW-Verfahren (WP) (Finanzverwaltung) ¾AWH-Verfahren (Handwerk) ¾ Sonstige Untergrenze: Untergrenze: Substanzwert Substanzwert Anton Pietz, Betriebswierschaftlicher Berater, HWK für Oberfranken 4 Vorgehensweise 1. Schritt: Vereinfachtes Ertragswertverfahren 2. Schritt: Substanzwertverfahren 3. Schritt: AWH-Verfahren Anton Pietz, Betriebswierschaftlicher Berater, HWK für Oberfranken 5 Ertragswertverfahren Ertragswertverfahren: Beim Ertragswertverfahren wird der Wert des Unternehmens von den künftigen Zahlungsüberschüssen bestimmt und ergibt sich damit als Barwert künftiger Zahlungsüberschüsse Künftig nachhaltig erzielbarer Jahresertrag = Kapitalisierungszinssatz Künftig nachhaltig erzielbarer Jahresertrag x Kapitalisierungsfaktor Anton Pietz, Betriebswierschaftlicher Berater, HWK für Oberfranken 6 Vereinfachtes Ertragswertverfahren Künftig nachhaltig erzielbarer Jahresertrag = Durchschnittliche Betriebsergebnisse der letzten drei Jahre vor dem Bewertungsstichtag Steuerliche Gewinn + Hinzurechnungen (§ 202 Abs. 1 Nr. 1+ 3 BewG) - Abzüge (§ 202 Abs. 1 Nr. 2+ 3 BewG) = Betriebsergebnis vor Steuern - 30% pauschale Steuern = Betriebsergebnis nach Steuern Anton Pietz, Betriebswierschaftlicher Berater, HWK für Oberfranken 7 Vereinfachtes Ertragswertverfahren Hinzurechnungen: ¾ Steuerbilanzielle Korrekturposten (Sonder-/Teilwertabschreibungen, Zuführung zu Rückstellungen) ¾ Abschreibungen auf den Firmenwert ¾ Einmalige Veräußerungsverluste, außerordentliche Aufwendungen ¾ Nicht bilanzierte Investitionszulagen (wenn auch künftig zu erwarten) ¾ Ertragsteueraufwand ¾ Aufwendungen im Zusammenhang mit nicht betriebsnotwendigen Vermögen Anton Pietz, Betriebswierschaftlicher Berater, HWK für Oberfranken 8 Vereinfachtes Ertragswertverfahren Abzüge: ¾ Auflösung steuerfreier Rücklagen ¾ einmalige Veräußerungsgewinne, außerordentliche Erträge ¾ Bilanzierte Investitionszulagen (wenn auch künftig zu erwarten) ¾ angemessener Unternehmerlohn, soweit in der GuV nicht berücksichtigt, sowie fiktiver Lohnaufwand für unentgeltlich mitarbeitende Familienangehörige des Unternehmers ¾ Erträge aus der Erstattung von Ertragsteuern ¾ Erträge im Zusammenhang mit nicht betriebsnotwendigen Vermögen Anton Pietz, Betriebswierschaftlicher Berater, HWK für Oberfranken 9 Vereinfachtes Ertragswertverfahren Beispiel: 2006 2007 2008 Einzelunternehmen € € € Steuerlicher Gewinn 70.000 57.000 76.000 + Sonderabschreibungen - 15.000 - + a.o. Aufwand 1.000 - 1.000 + Ertragsteueraufwand 10.000 9.000 11.000 - a.o. Ertrag 3.000 - 4.000 - kalk. Unternehmerlohn 50.000 50.000

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